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Vergleichende Fütterungsversuche

Umfangreiche Versuche der Bayerischen Landesanstalt

In den Jahren 1997 und 1998 wurden von der Bayerischen Landesanstalt für Bienenzucht, Erlangen, umfangreiche Versuche an den Standorten Erlangen und Kringell mit rund 100 Völkern zur Wintereinfütterung mit Futtermitteln auf Saccharose- und Stärkebasis durchgeführt. Mit diesen Versuchen sollte festgestellt werden, ob die Zusammensetzung des Bienenfutters Einfluss auf folgende Punkte hat.

Bienenverträglichkeit an den Standorten

Als Ergebnis kann festgehalten werden, dass alle mit Apiinvert gefütterten Völker an beiden Standorten überlebten. Bei den mit Stärkeverzuckerungsprodukten gefütterten Völkern wurden teilweise hohe Verlustraten festgestellt. Diese Beobachtung betrifft hauptsächlich den klimatisch anspruchsvolleren Standort Kringell. Eine mögliche Erklärung für diese Ergebnisse ist, dass Oligosaccharide (Mehrfachzucker) durch die bienenständigen Enzyme nicht oder nur begrenzt abgebaut werden können. Dadurch wird die Darmblase der Biene belastet, was zu Durchfallerkrankungen führt. Der teilweise hohe Asche- und Farbstoffgehalt in Stärkeverzuckerungsprodukten verstärkt diesen Effekt.

Veränderung des Zuckerspektrums

Die Bienen verfügen über verschiedene Enzyme, von denen für die Spaltung der Kohlenhydrate die Invertase das bedeutendste ist. Sie zerlegt den Zweifachzucker Saccharose in seine Bausteine Fructose und Glucose. Diese Monosaccharide stehen den Bienen als Nährstoffquelle vergleichsweise schnell zur Verfügung. Der in Stärkeverzuckerungsprodukten enthaltene Zweifachzucker Maltose wird deutlich langsamer in Glucose gespalten und ist somit für die Biene schlechter verwertbar. In einigen Fällen stieg der Maltoseanteil des angebotenen Futters bis zur Auswinterung an, was auf Weiterreaktionen hindeutet. Die entstehenden Oligosaccharide sind für die Bienen - wenn überhaupt - nur schlecht verwertbar.

Kristallisationsneigung des Futters in der Wabe

Die Kristallisationsneigung wurde am eingelagerten Futter und nach der Auswinterung bestimmt. Hierbei zeigte es sich, dass glucose- und maltosereiche Futtersirupe zu hoher Kristallbildung neigten. In einigen Fällen konnte kein Sirup aus den Zellen isoliert werden, da der Inhalt durchkristallisiert war.
In Waben von Völkern, die mit Apiinvert gefüttert worden waren, wurde lediglich eine geringe Kristallisationsneigung beobachtet. Den Bienen stand somit ausreichend verwertbares Futter zur Verfügung.

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